Zitat des Monats

 

 

Februar 2024

 

«Als Pflegefachfrau habe ich oft sterbende Menschen gepflegt. Viele sind sehr ruhig gestorben, andere hatten einen schwierigeren Kampf, bis sie gehen konnten. Ich bin überzeugt von der Palliativmedizin- und Pflege, aber ich habe auch deren Grenzen kennengelernt. Wir leben in einer Gesellschaft in der Individualität und Selbstbestimmung wichtig sind. Und ausgerechnet bei einer so wichtigen, vielleicht der wichtigsten Entscheidung soll dies nicht gelten. Es wäre unproblematisch, wenn die Menschen bezüglich der Pflegeheime freie Wahl hätten. Aber oftmals müssen die pflegeabhängigen Menschen dort eintreten, wo eben gerade ein Platz frei ist. Ich bin der Meinung, dass wir uns hier nicht für die Institutionen, sondern für die Menschen einsetzen müssen. Die Institutionen werden einen Weg finden, wie sie mit diesen herausfordernden Situationen umgehen können. Aber es ist unwürdig und unmenschlich, wenn man zum Sterben noch umziehen muss in ein anderes Heim, ein Hotel oder zu jemandem nach Hause. Für die Angehörigen ist es um ein Vielfaches schlimmer, wenn Menschen den Weg über einen Suizid wählen, sich mit einer Waffe umbringen oder vor einen Zug springen, als wenn sie den Weg über einen assistierten Suizid wählen können. Und Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Fachpersonen in der Regel kein Problem haben mit assistiertem Suizid.»

 

Nadine Vögeli

 

Kantonsrätin SP und Co-Präsidentin SP Kanton Solothurn

 

In ihrem Votum zum Auftrag 0077/2023 (DDI) betreffend
Zulassung des assistierten Suizids in Heimen im Kanton Solothurn



 
 

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